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Dorf + Heimat = Rönsahl

Eine erste Erwähnung 1399 oder gar als Vorläufer 1250, 1768 nach dem Dorfbrand 1766 wieder errichtet, die Servatiuskirche hat Zeit und Geschichte überdauert. Freud‘ und Leid, Krieg und Frieden haben die kleine Kirche bis in das Jahr 2026 gebracht.

 

 

Endet der Weg hier? Verliert Rönsahl sein Wahrzeichen? Noch sieht man den Kirchturm, egal wo man in der Nähe oder im Ort ist.
Die Servatiuskirche steht  in Kürze zum Verkauf.  Kirchen, besonders kleine Dorfkirchen, waren schon immer Ortsmittelpunkt, meist sogar die Keimzelle der Ortschaft. Die Kirchen waren neben dem Ort des Glaubens auch immer der letzte Zufluchtsort. In der modernen Zeit erscheinen Kirchen oft nur noch als Relikt einer vergangenen Zeit, wie ein Denkmal oder Museum. Die Servatiuskirche ist offiziell ein Denkmal, aber auch Heimat und Mittelpunkt des Dorfes. Man kann den Kirchturm von jeder Stelle in und um Rönsahl erblicken.

 

Rönsahl muss also das Kirchengebäude der Servatiuskirche erhalten, so der Konsens der Dorfpaten bei einer der letzten Treffen. Da es sehr viele juristische, finanzielle, emotionale und auch religiöse Hürden gibt, ein Kirchengebäude einer gesicherten Umnutzung zuzuführen, kann ein solches Projekt nicht unkoordiniert oder durch eine einzelne Person gestemmt werden.
Die Dorfpaten selber, eine lose Zusammenkunft von Rönsahler Bürgern, würden rein rechtlich direkt an Grenzen stoßen. Es mußte also eine andere Lösung her.

So wurde durch die Mitgliedern der Dorfpaten die Gründung eines Vereines zur Heimat- und Denkmalpflege angestoßen. In den nächsten Wochen werden Ideen gesammelt, um die Servatiuskirche und auch die vielen anderen Baudenkmäler in Rönsahl zu unterstützen.

Die Gruppe der Dorfpaten bleibt bestehen und bildet weiterhin das niederschwellige Angebot, sich ohne eine dauerhafte Verpflichtung, in und für Rönsahl zu engagieren.

Der neue Verein wird unter dem Motto Dorf + Heimat = Rönsahl auftreten.

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