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Servatius steht – Hey Rönsahl, komm, steh auf –

Uwe Pies hat sich musikalisch mit dem Thema „Servatiuskirche“ auseinandergesetzt und einen sehr eingängigen Song geschaffen.

 

Servatius steht, das Lied

Solang der Hahn noch oben steht

Ein Rönsahler Heimat-, Protest- und Fahrtenlied

Vers 1

Seit Jahrhunderten steht sie mitten im Ort, sah Hochzeiten, Abschied, Gebete und Mord? — nee, das klingt zu düster, wir lassen das sein, Rönsahl kann schließlich auch fröhlicher sein. Sechsundsiebzig brannte das halbe Dorf nieder, zwei Jahre später stand die Kirche schon wieder. Wer daraus nichts lernt, dem sagen wir schlicht: Was einmal gerettet wurde, gibt man nicht!

Refrain

Hey Rönsahl, komm, steh auf, wir geben unsere Kirche nicht auf! Ob Bibel, Zweifel oder kein Gebet – Hauptsache, dass Servatius steht! Dorf plus Heimat – Hand in Hand, hier am Rand von Rheinland und Westfalenland. Gut zweitausend Leute – das müsste doch geh’n: Wenn Rönsahl zusammenhält, bleibt sie steh’n!

Vers 2

Die alte Brennerei war irgendwann dran, da kam Horst Becker und packte sie an. Wo andere sagten: „Das lohnt sich doch nie!“, sah einer schon Zukunft in der alten Brennerei. Heute wird gefeiert, gesungen, gebraut, weil einer sich damals zu handeln getraut. Und Holger, wir wünschen dir Rückgrat und Mut – doch ganz unter uns: Zweitausend Helfer wären gut!

Refrain

Hey Rönsahl, komm, steh auf, wir geben unsere Kirche nicht auf! Ob Bibel, Zweifel oder kein Gebet – Hauptsache, dass Servatius steht! Dorf plus Heimat – Hand in Hand, hier am Rand von Rheinland und Westfalenland. Gut zweitausend Leute – das müsste doch geh’n: Wenn Rönsahl zusammenhält, bleibt sie steh’n!

Vers 3

Beim TSV fliegt Leder, Faustball und Schweiß, am Strandbad weiß jeder, was Ehrenamt heißt. Der CVJM macht für die Kinder Programm, die Spechtbuben stimmen die Lieder schon an. Die Flinken Finger, die Grenzreiter dabei, die Dorfpaten rufen: „Kommt ran, eins, zwei, drei!“ Und wenn jeder Verein nur ein Stückchen bewegt, wird am Ende gemeinsam das Ganze gepflegt.

Vers 4

Der eine kann mauern, der andre kann mal’n, der nächste kennt Leute, die Fördergeld zahl’n. Einer bringt Kuchen, einer schleppt einen Tisch, einer sagt ständig: „Das wird doch sowieso nix!“ Auch den können wir brauchen, das kriegen wir hin: Der zählt unsere Spenden – dann hat Meckern noch Sinn! Denn Heimat entsteht nicht durch Reden allein, man muss manchmal einfach ein bisschen bekloppt sein.

Refrain

Hey Rönsahl, komm, steh auf, wir geben unsere Kirche nicht auf! Ob Bibel, Zweifel oder kein Gebet – Hauptsache, dass Servatius steht! Dorf plus Heimat – Hand in Hand, hier am Rand von Rheinland und Westfalenland. Gut zweitausend Leute – das müsste doch geh’n: Wenn Rönsahl zusammenhält, bleibt sie steh’n!

Bridge

– erst ruhig, dann immer größer Das Parteibuch bleibt heute mal zu Haus, den Glaubensstreit tragen wir morgen wieder aus. Ob katholisch, evangelisch oder ganz ohne Schein – ein Stück Heimat kann für alle Heimat sein.

Links oder rechts, ganz oben, ganz unten – heut wird nicht gestritten, heut wird was erfunden. Denn wenn uns etwas verbindet in diesem kleinen Ort, dann ist es dieses Gefühl: Das hier soll nicht fort!

Vers 5 / Finale

Der Hahn auf dem Turm schaut seit Ewigkeiten zu, bei Sturm und bei Sonne und sonntäglicher Ruh. Vielleicht denkt der Vogel: „Nun stellt euch nicht an, ich steh hier seit Jahren – jetzt seid ihr einmal dran!“ So ziehen wir los, und wir reichen uns die Hand, vom Strandbad zur Brennerei durchs Rönsahler Land. Und irgendwann sagen wir lachend beim Bier: „Die Kirche? Natürlich! Die bleibt doch bei uns hier!“

Letzter Refrain

– alle Hey Rönsahl, komm, steh auf, wir geben unsere Kirche nicht auf! Ob Bibel, Zweifel oder kein Gebet – Hauptsache, dass Servatius steht! Dorf plus Heimat – Hand in Hand, unser kleines Grenzdorf hält zusammen stand. Gut zweitausend Leute – jetzt kann jeder seh’n: Wenn Rönsahl zusammenhält, wenn Rönsahl zusammenhält, dann bleibt sie steh’n!

 

Ich glaube, „Ob Bibel, Zweifel oder kein Gebet – Hauptsache, dass Servatius steht!“ könnte die zentrale Zeile des Liedes werden. Sie bringt genau das auf den Punkt, was du beschrieben hast: Die Kirche soll nicht nur Sache der evangelischen Gemeinde sein, sondern gemeinsame Heimat für das ganze Dorf.

 

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